Latinumskurs zu Ciceros „Orationes Philippicae“
Wie weit darf politische Kritik gehen? Welche Verantwortung trägt der Redner in Zeiten politischer Krisen? Und wie werden Macht, Freiheit und Republik sprachlich verteidigt?
Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen wir uns im Latinumskurs zu Ciceros „Philippischen Reden“.
Cicero begegnet uns hier einmal mehr als politischer Akteur und brillanter Rhetor, der sich mit scharfen Worten gegen Marcus Antonius wendet und für die republikanischen Werte Roms einsteht. Die Philippicae sind eindrucksvolle Zeugnisse spätrepublikanischer Konflikte und zeigen Ciceros Meisterschaft in der Verbindung von Argumentation, Polemik und emotionaler Zuspitzung. Zugleich erlauben sie Einblicke in die politische Kultur Roms, in Mechanismen von Macht und Propaganda sowie in das Selbstverständnis eines Redners, der sich als moralische Instanz begreift.
Im Kurs werden Sie befähigt, Cicerotexte im Original in Inhalt, Aufbau und Intention zu erfassen und Ihr Verständnis in einer Übersetzung in angemessenem Deutsch zu dokumentieren. Dabei werden verschiedene Methoden der Texterschließung eingeübt und vertieft. Kleinere Referate zum historischen Hintergrund unterstützen die Interpretation der Texte.
Freuen Sie sich auf ein anregendes Semester mit gemeinsamen Diskussionen über Sprache als politisches Machtinstrument und über zeitlose Fragen zu den Grenzen politischer Rede, Verantwortung und öffentlichem Handeln.
Zugangsvoraussetzungen für diesen Kurs:
- Abschluss Grundkurs Latein II